Veronika Jüstel: Ich fühle mich hier einfach wohl und habe Freunde.

Veronika Jüstel lebt seit 1989 in Rethen und ist Vorsitzende der Ortsgruppe Laatzen des Internationalen Rassehundvereins (IRV).

Was gefällt Ihnen an Rethen besonders gut?
An Rethen gefällt mir das Kleinstadtflair. Wir haben hier doch fast alles. Einen schönen Marktplatz, Einkaufsmöglichkeiten, Schule und Ärzte.

Haben Sie einen Lieblingsplatz im Ort?
Die Leinemasch, denn ich bin kein Großstadtfan. Dann noch mein Zuhause und natürlich unseren Hundeplatz des IRV. Auf dem 12 000 Quadratmeter großen Gelände an der Koldinger Straße können sich Hunde nach Herzenslust austoben und miteinander spielen.

Was ist aus Ihrer Sicht in Rethen verbesserungswürdig?
Wir bräuchten mehr Orte, an denen Jugendliche zusammenkommen können, und auch Auslaufflächen für Hunde. Denn diese fehlen bislang in Laatzen.

Können Sie sich vorstellen, woanders zu wohnen?
Alternativ zu Rethen würde ich gerne auf einer Nordseeinsel leben. Vielleicht in zehn Jahren, wenn Rethen mich denn loslässt.

Was können Hunde bei Ihnen in der Hundeschule lernen?
Sie werden bei uns gut sozialisiert, sodass sie sich auch mit anderen Hunden und Menschen gut verstehen. Denn das ist heutzutage das A und O. Außerdem lernen sie Grundgehorsam, was auch sehr wichtig ist. Aber wir trainieren mit den Hunden auch in der Stadt, sodass sie verschiedene Umweltreize wie Menschenansammlungen, Krach oder auch Rollstuhlfahrer kennenlernen. Außerdem vermitteln wir den Tieren natürlich den Spaß am Hundesport. Dabei sind alle Hunde bei uns willkommen – vom Welpen bis zu Tieren im gehobenen Hundealter.

Und was können die Besitzer bei Ihnen lernen?
Ein kompetentes Umgehen mit ihren Hunden in einer angenehmen Atmosphäre. Denn ein Hund ist meistens das, was sein Halter aus ihm macht. Daher ist es wichtig, sich auch mit seinen Grundbedürfnissen auseinanderzusetzen und zu lernen, wie man dem Hund ein bestimmtes, erwünschtes Verhalten beibringt.

Ist Laatzen aus Ihrer Sicht eine hundefreundliche Stadt?
Na ja, in einer Skala von 1 bis 10, würde ich sagen, liegen wir bei 6. Es gibt also noch Luft nach oben.

Was würden Sie sich als Hundehalterin für Laatzen wünschen?
Dass die Hundehalter die Hinterlassenschaften ihrer Hunde entsorgen. Tun sie es nicht, ist das sehr unangenehm und wirft ein schlechtes Licht auf alle übrigen Hundehalter. Wünschenswert wäre es, wenn die Stadt zum Beispiel an öffentlichen Plätzen mehr Vorrichtungen mit Plastikbeuteln zur Verfügung stellen würde. Dann würden sicher auch mehr Hundehalter davon Gebrauch machen.