Heinz Krüwel: An Alt-Laatzen mag ich besonders die Menschen, das schöne Umfeld, die gute Verbindung zu Hannover und die Einkaufsmöglichkeiten mit den kurzen Wegen.

Heinz Krüwel war von 2006 bis 2014 Ortsbürgermeister von Alt-Laatzen, hat die Volleyballabteilung der SpVg Laatzen mit aufgebaut und ist seit 2009 Vorsitzender des Schützenvereins.

Sie wohnen bereits seit mehr als 30 Jahren in Alt-Laatzen. Haben Sie nie überlegt, woanders hinzuziehen?
Nein, habe ich nicht. Ich bin zwar ein „Lindener Butcher“, aber als ich meine Frau kennengelernt habe, lernte ich auch Laatzen kennen, und es hat mir gleich gut gefallen. Die Menschen waren nett und freundlich und im Gegensatz zu Hannover war es hier ruhiger.

Aus welchem Grund sind Sie damals nach Alt-Laatzen gezogen?
Eigentlich war der Hauptgrund die Geburt meines Sohnes Tim. Unsere Wohnung in der Südstadt wurde zu klein und eine größere Wohnung in Hannover kostete viel Geld. Meine  Schwiegermutter bot uns damals an, zu ihr nach Laatzen zu kommen, da waren der große Garten und viel Grün, weniger Verkehr, Kindergarten und Schule in der Nähe. Besser ging es gar nicht.

Was gefällt Ihnen an dem Ortsteil besonders?
Man kennt fast alle Leute hier in Alt-Laatzen, durch die Vereine oder von der örtlichen Veranstaltungen. Es liegt mitten im Grünen und die Anbindung zu Hannover ist auch vorhanden.

Wo gibt es aus Ihrer Sicht Verbesserungspotenzial?
Ordnung und Sauberkeit könnten besser sein. Außerdem gibt es zu viele Baustellen auf einmal, was zu starkem Lärm und viel Verkehr führt.

Sie waren von 2006 bis 2014 Ortsbürgermeister in Alt-Laatzen. Wie konnten Sie in dieser Zeit den Ortsteil mitgestalten?
Das Laatzener Umland und die Alleen konnten erhalten werden. Straßen wurden ausgebessert. Die Verbindung mit den sozialen Einrichtungen wie AWO und DRK war eng geknüpft und man konnte gerade für die älteren Menschen etwas bewirken.

Was war die schwierigste Entscheidung, die Sie in Ihrer Zeit als Ortsbürgermeister treffen mussten?
Zurückzutreten. Die Probleme um den Erhalt des Flebbe-Hauses, die Neugestaltung des Ehrenmals und zu viele Unstimmigkeiten innerhalb der Gremien waren für mich nicht mehr tragbar und daher war es besser, einen Schlussstrich zu ziehen. Ich war gern Ortsbürgermeister und wäre es wohl auch noch heute, aber man kann nicht zwei Herren dienen.

Sie haben auch die Volleyballsparte der SpVg Laatzen mit aufgebaut. Wie kam es dazu?
Ich habe schon in meiner Bundeswehrzeit Volleyball gespielt und nach unserem Umzug nach Laatzen bot sich an, auch um Leute kennenzulernen, in der SpVg Laatzen aktiv zu werden. Volleyball gehörte damals noch zur Sparte Turnen. Aber wir waren mehr als 30 Leute, die selbst für ihre Sparte entscheiden wollten – und das haben wir dann beantragt und gemacht.

Sie sind seit acht Jahren Vorsitzender des Schützenvereins. Was gefällt Ihnen am Schießsport?
Die Ausgeglichenheit und Ruhe, die man aufwenden muss, um einen guten Schuss abgeben zu können.

Warum ist es aus Ihrer Sicht wichtig, sich ehrenamtlich vor Ort zu engagieren?
Man darf nicht immer nur nörgeln, man muss selbst auch bereit sein, sich einzusetzen. Und das nicht nur für sich selber, sondern auch für die anderen. Eine Gemeinschaft, gerade in einem so kleinen Ortsteil, braucht Menschen, die sich einbringen, um etwas zu bewirken, sei es eine Veranstaltung wie „Der Abschied vom Sommer“ oder der Weihnachtsmarkt. Schade ist nur, dass es zu wenige gibt, die dabei aktiv mitmachen.